Sigmund Freud-Puppe von Cilli Wang, 1980er-Jahre, Bestand der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien. © Privat

Chow-Chow oder Wie die Psychoanalyse auf den Hund gekommen ist
August Ruhs 
Fr, 23.10.2020, 11.45 12.00

Aufzeichnung ohne Diskussion

Als 1938 Sigmund Freud mit seinen engsten Angehörigen aus Wien vertrieben wurde, nahm er auch Lün II, den letzten seiner geliebten Chow-Chows, ins Londoner Exil mit. Mit beider Tod endete ein Kapitel einer Lebensgeschichte, das im Jahr 1925 seinen Anfang nahm und eine bewegte und wechselvolle Gemeinschaft der Freuds und ihrer Hunde umfasste. Darin war auch Marie Bonaparte einbezogen, deren Chow-Chow von einer schweren Krankheit befallen war, die dem Krebsleiden Freuds nicht unähnlich war. Die von Bonaparte publizierte Geschichte von Topsy’s glücklicher Genesung sollte Freud Mut zusprechen, was dieser wiederum zum Anlass nahm, gemeinsam mit seiner Tochter Anna das kleine Buch ins Deutsche zu übersetzen.  


August Ruhs, Univ.-Prof., Dr. med.; Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytiker, Psychodramalehrtherapeut; stellvertretender Leiter der Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinuniversität Wien bis Oktober 2011; Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse; ausgewählte Publikationen: Die Psychoanalyse im Museum. Gruppenanalytische Werkbetrachtungen (2011); Der Raucherwitz und seine Beziehung zum Unbewussten (2012); Auf der Suche nach dem Trauma. Das gegenwärtige Reden vom Krieg (2016); Zum Ding bei Freud und Lacan als Urerfahrung von Fremdheit (2017); „Alle Träumer sind […] unausstehlich witzig“. Das Lachen und seine Beziehung zur Psychoanalyse (2018).

 

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